2.HeimArt

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Mensch sein heißt
verantwortlich sein.

Unsere Soziale Boutique 2.HeimArt ist der älteste und bekannteste Bereich unseres Vereins. Seit Mai 2010 gibt es unseren Laden schon. Im August 2016 werden wir uns nochmal ein Stückchen vergrößern. Wir werden dann auf knapp 300 qm drei nebeneinander liegende Läden mit gespendeten Waren bestücken, selbstgemachtes Kunsthandwerk aus der Region und vielleicht zukünftig einige ausgewählte Fairtrade-Produkte verkaufen. Wir möchten einen Akzent gegen die „Wegwerfgesellschaft“ setzen und dabei möglichst vielen Menschen die Chance geben, Dinge des alltäglichen Gebrauchs günstig einzukaufen. Wir sind dankbar für die vielen Menschen, die bei uns täglich Dinge abgeben, die wir weiter verkaufen können. Gleichzeitig ist aber genau dies auch ein erschreckender Ausdruck unserer Überflussgesellschaft. Wir verabscheuen Billigprodukte, die auf Kosten katastrophaler Bedingungen hergestellt werden, beispielsweise durch Kinderarbeit, Arbeit auf Billiglohnniveau oder durch Ausbeutung der Natur. Der Laden „2.HeimArt“ ist unsere ganz praktische Antwort.

Wir haben klein angefangen, aber wir träumten groß. Vor unserem inneren Auge entstand ein Laden, der zu einem Ort wurde, an dem sich Arme und Reiche treffen, an dem Beziehungen wachsen, an dem man sich achtet und wertschätzt, an dem man über Gott und den Glauben, über den Sinn des Lebens und über die Liebe spricht und danach handelt.  Ein Ort, an dem man einfach lebt. Ein Ort, der Kreativität freisetzt. Ein Ort, der inspiriert und an dem man sich wohl fühlt. Ein Ort, an dem man Gott und den Menschen begegnen kann. Mittlerweile arbeiten ganz unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Begabungen bei uns. Wir ergänzen einander und wir sind gespannt wer sich im Laufe der Zeit noch bei uns einreiht. Es ist ein bunter Bilderbogen von Menschen, die sich bei uns zu Hause fühlen, die mit uns lachen, weinen, feiern, arbeiten – die einfach ein Stück mit uns leben.

Ein ganz einfaches Prinzip:

Da sind lauter Sachen im Schrank, die nur Platz wegnehmen, die nie benutzt werden, die aber auch irgendwie zu schade zum wegschmeißen sind… Bei uns können gerne gut erhaltene, gewaschene Kleidungsstücke, Hausrat, Geschirr und Kleinstmöbel (nach Absprache), Bücher, Spiele und Spielzeug als Spende abgegeben werden. Die Sachen können dann von jedermann (und jederfrau) bei uns ganz kostengünstig erworben werden. Wir verzichten auf die Vorlage eines ALG II- oder Rentenbescheides, denn wir finden, dass ruhig jeder in den Kreislauf von „Geben und Nehmen“ mit einsteigen kann.

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Kunsthandwerk –
ein Stückchen Individualität

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Neben den 2.hand-Sachen gibt es eine umfangreiche kunsthandwerkliche Abteilung, in der wir überwiegend Künstlern und Kunsthandwerkern aus der Region Hannover, zumindest uns persönlich bekannten Leuten, eine Plattform bieten, um ihre Sachen zu verkaufen.

Recycling-Basteln
– aus Alt mach Neu

Altes neu zu gestalten und umzunutzen macht Spaß. Bei uns im Laden findet man alte Weinkisten, die jetzt Regale sind, Koffer, die zu Schränken umfunktioniert wurden und vieles mehr.

Um Kindern ein Gespür zu vermitteln, dass man Altes nicht gleich wegschmeißen muss, sondern oft noch gebrauchen kann, benutzen wir an unseren Bastelnachmittagen gerne alte Sachen, aus denen neues entsteht. Ein Bilderrahmen kann plötzlich der Schmuckaufbewahrung dienen und aus einer Milchtüte wird eine handy-Ladestation…

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Märkte – aktiv im Ort

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Wir sind in unserem Ortsteil gut vernetzt. Gerne unterstützen wir Veranstaltungen vor Ort und sind mit einem Stand anwesend. Wir verkaufen Lose und eine kleine Auswahl unseres kunsthandwerklichen Sortimentes. Ob Weihnachtsmarkt, Orts- oder Kirchenfest – wir sind gerne dabei. Ab und zu erheitern wir das Publikum auch mit einer ganz speziellen Modenschau aus unserem Fundus längst vergangener Mode.

Fairtrade-Produkte –
ja, nein, vielleicht

Wir überlegen, wie wir das Thema „Fairtrade“ weiter etablieren können. Gerne würden wir ab demnächst Kaffee,Tee und Schokolade aus fairem Handel anbieten – zum Kaufen für zu Hause oder vielleicht auch zum Probieren im Laden – mal sehen.

Außerdem denken wir über größere regelmäßige Veranstaltungen nach. Vielleicht initiieren wir endlich mal einen philosophisch-theologischen Gesprächskreis oder wir etablieren einen literarischer Salon… wer weiß.

Erstausstattung
für Flüchtlinge

Wir arbeiten eng mit der Ausländerstelle des Sozialamtes in Isernhagen zusammen. Flüchtlinge erhalten dort einen Flyer von „2.HeimArt“ und eine Bescheinigung, mit der sie bei uns eine kostenlose Erstausstattung für ihren Haushalt bekommen können. Allein im Jahr 2015 wurden so über 50 Flüchtlingsfamilien von uns ausgestattet. Es besteht ein enger Kontakt zu den Behörden, dem Helfernetzwerk und der Kirche – und auch privat wird die ein oder andere Familie von uns unterstütz oder betreut. Dieses Engagement war der Grundstein für unsere Flüchtlingsberatung Grata.

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Ehrenamt –
Zusammen Gutes tun

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Wir träumten schon lange davon kreativ zu leben und zu arbeiten. In der Arbeit nicht nur einen Job sehen, schöne Dinge erschaffen, kreativ sein, ehrliche Beziehungen leben, etwas sinnvolles tun, sich sozial engagieren. All das ist uns wichtig und dem möchten wir Raum geben.

Mit unterschiedlichsten Menschen, die sich sonst vermutlich nie begegnet wären an einer Sache zu arbeiten, die Sinn macht, ist großartig. Jeder ist hierbei wichtig. Jeder kann sich mit seinen Begabungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen. Einer räumt gern auf und sortiert Dinge, dem anderen liegt mehr das Gespräch und der Kontakt zu anderen Menschen, einer denkt strukturiert und zielsicher, ein anderer packt lieber gleich ganz praktisch an. Bei uns kann jeder seinen Platz und seine Aufgabe finden.  show-more-gelb

Geschichte –
wie alles begann

Im Januar 2009 haben Katja Jelinek – Dipl. Soz.päd/Soz.arb.in (Foto) und Claudia Brandt – Künstlerin – angefangen gemeinsam im kunsthandwerklichen Bereich zu arbeiten. Im April organisierten sie sich zur GbR 2.HeimArt. Kurz darauf wurde der Verein Caspo e.V. gegründet. Nachdem die handgefertigten Sachen zunächst auf unterschiedlichen Märkten verkauft wurden, konnte gemeinsam mit Caspo e.V. im Mai 2010 ein Ladengeschäft in Altwarmbüchen angemietet werden. Bis zum Sommer 2012 gab es dann unter ein und demselben Dach eine kleine Firma und ein Soziales Kaufhaus. Mittlerweile ist der kunsthandwerkliche Bereich in den Bereich des Sozialen Kaufhauses von Caspo e.V. integriert und ergänzt so das 2.hand-Sortiment. Die Soziale Arbeit hat im Laufe der Zeit immer mehr zugenommen. Der Laden ist nicht mehr nur Anlaufstelle und Kontaktpunkt für viele Altwarmbüchener, er bietet darüber hinaus Schülern und Menschen in schwierigen Lebenssituationen Praktikumsmöglichkeiten und durch die Zusammenarbeit mit Bewährungs- und Jugendgerichtshilfe Möglichkeiten zur Ableistung gerichtlich auferlegter Sozialstunden. Es gibt Angebote für Senioren (z.B. in Kooperation mit der Gemeinde Isernhagen einen Mittagstisch, bei dem gemeinsam gekocht und gegessen wird) und seit 2016 eine Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migranten.

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Fakten

2.HeimArt – die soziale Boutique

  • ca. 300 qm Verkaufsfläche
  • Montags bis samstags geöffnet
  • Second-Hand und Kunsthandwerk
  • Workshops und Recyclingbasteln
  • Praktikumsmöglichkeiten
  • Kooperation mit der Gemeinde Isernhagen
  • Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migranten
  • regelmäßiges Ladenfrühstück
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